Motorradschuhe
Motorradschuhe sind knöchelhohe Schuhe mit verstärktem Knöchel, Schaltschutz und rutschfester Sohle. Sie schützen weniger hoch als ein Stiefel, lassen sich aber leichter an- und ausziehen und laufen sich wie ein normaler Schuh. Unsere Modelle sind handgefertigt, wasserdicht, CE CAT2 zertifiziert und neu besohlbar. Hier findest du die Adventure Denver, unseren knöchelhohen Motorradschuh aus italienischem Vollnarbenleder. Sechs Farben, jede davon für Herren und für Damen, alle mit Sympatex Membran und nachbesohlbarer Vibram Sohle. Ein Motorradschuh ist der Kompromiss, den die meisten Fahrer tatsächlich brauchen. Hoch genug, um den Knöchel zu schützen, niedrig genug, um damit den ganzen Tag zu laufen, ohne dass es nach Motorradausrüstung aussieht. Genau deshalb ist er der meistgekaufte Schuh in unserem Sortiment. Weiter unten erklären wir, wann ein Schuh reicht und wann du besser zum Stiefel greifst. Willst du direkt zur Auswahl, geh zu den Motorradschuhen für Herren oder zu den Motorradschuhen für Damen.
Was genau ist ein Motorradschuh?
Ein Motorradschuh ist ein knöchelhoher Schuh, der an drei Stellen verstärkt ist: am Knöchel innen und außen, an der Ferse und oben auf dem Spann, wo der Schalthebel arbeitet. Dazu kommt eine Sohle, die auf nassem Asphalt und auf der Fußraste greift, und ein geschlossenes Schnürsystem, das sich nicht in der Kette verfangen kann.
Was ihn vom Wanderschuh trennt, ist nicht die Höhe, sondern die Richtung der Belastung. Ein Wanderschuh ist auf Abrollen ausgelegt. Ein Motorradschuh ist auf Verdrehen ausgelegt, weil das Bein bei einem Sturz seitlich weggedrückt wird. Deshalb ist die Sohle steifer und der Schaft an den Seiten fester, als es sich beim ersten Anprobieren anfühlt.
Motorradschuh oder Motorradstiefel: was passt zu dir?
Der Unterschied ist die Höhe des Schafts und damit die Länge des geschützten Bereichs. Ein Schuh endet knapp über dem Knöchel, ein Stiefel reicht bis unter die Wade und schützt zusätzlich das Schienbein.
Nimm den Schuh, wenn du kurze bis mittlere Strecken fährst, oft absteigst und auch abseits vom Motorrad darin laufen willst. Pendeln, Stadtverkehr, Tagestouren, Treffen mit Freunden. Nimm den Motorradstiefel, wenn du lange Etappen fährst, eine Reiseenduro bewegst oder häufig im Regen unterwegs bist. Bei Dauerregen läuft Wasser am Bein hinunter, und dann entscheidet der höhere Schaft darüber, ob dein Fuß trocken bleibt.
Wer beides fährt, kauft meistens zuerst den Schuh. Er wird häufiger getragen.
Warum ein Motorrad-Sneaker oft kein echter Motorradschuh ist
Es gibt inzwischen viele Schuhe, die aussehen wie ein Turnschuh und als Motorradschuh verkauft werden. Manche davon sind gut. Viele sind es nicht, und der Unterschied ist von außen kaum zu sehen.
Achte auf zwei Dinge. Erstens: steht eine CE Zertifizierung nach EN 13634 im Datenblatt, und welche Kategorie? Ohne diese Angabe ist es Freizeitschuh mit Motorraddruck darauf. Zweitens: wie ist die Sohle befestigt? Geklebte Sohlen lösen sich unter Wärme und Nässe, und sie lassen sich nicht ersetzen. Unsere Sohlen sind genäht.
Ein dritter Hinweis ist der Preis. Ein Schuh mit Membran, Vollnarbenleder und genähter Sohle lässt sich nicht für 120 Euro herstellen. Wenn ein Modell deutlich günstiger ist als vergleichbare Schuhe, wurde an einer dieser drei Stellen gespart, und meistens ist es das Leder. Gespaltenes Leder sieht im Foto genauso aus wie Vollnarbenleder, reißt aber an den Nahtstellen früher ein.
Was bedeutet CE CAT2 bei Motorradschuhen?
CE CAT2 bedeutet, dass der Schuh nach der europäischen Norm EN 13634 geprüft wurde und dabei die höhere von zwei Leistungsstufen erreicht hat. Geprüft werden Schaftlänge, Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Verdrehsteifigkeit und die Stabilität des Knöchelbereichs.
Praktisch heißt das: CAT1 ist die Einstiegsstufe und wird oft von leichten, sneakerartigen Modellen erreicht. CAT2 verlangt deutlich mehr, besonders bei der Verdrehsteifigkeit. Alle Schuhe in dieser Kategorie sind CAT2.
Die Zertifizierung ist kein Marketingzusatz, sondern seit 2018 die Bedingung dafür, dass ein Schuh in Europa überhaupt als Schutzausrüstung verkauft werden darf. Dass ein Hersteller sie nicht nennt, ist deshalb selbst eine Information.
Sind Motorradschuhe wirklich wasserdicht?
Ja. Zwischen Leder und Futter liegt eine Sympatex Membran, eine dünne Folie, die Wasser von außen abhält und Wasserdampf von innen nach außen lässt. Das Leder saugt sich bei längerem Regen voll und wird dunkler, aber innen bleibt es trocken.
Bei einem knöchelhohen Schuh gibt es allerdings eine natürliche Grenze, und die liegt am Schafteinstieg. Wenn Wasser bei starkem Regen am Hosenbein hinunterläuft, kann es oben hineinlaufen. Das ist kein Defekt der Membran, sondern Physik.
Zwei Dinge helfen: eine Regenhose, die über den Schaft fällt, statt hineinzustecken. Und Lederpflege, denn gepflegtes Leder nimmt weniger Wasser auf und trocknet schneller.
Die sechs Farben und wofür sie gedacht sind
Es gibt sechs Ausführungen, und sie unterscheiden sich fast nur in der Naht und der Schnürung.
- Schwarz mit grauer Naht ist die neutralste und meistverkaufte. Aus normalem Abstand ein schlichter schwarzer Lederschuh.
- Schwarz mit oranger Naht kommt aus dem Adventure- und Enduro-Umfeld und ist am auffälligsten.
- Schwarz mit roter Naht ist der klassische Sportkontrast.
- Schwarz mit blauer Naht ist der ruhigste der drei Kontraste und harmoniert mit blauer Lackierung.
- Dunkelbraun ist Ton in Ton genäht und sieht am wenigsten nach Ausrüstung aus.
- Cognac mit cremefarbener Naht ist die hellste und seltenste Variante.
Welche Farbe du wählst, ändert nichts an Schutz, Membran oder Sohle. Sie sind technisch identisch.
Für Herren und für Damen: zwei verschiedene Leisten
Die Damenmodelle sind keine verkleinerten Herrenmodelle. Sie laufen unter einer eigenen Artikelnummernreihe (2285 statt 1285) und haben einen eigenen Leisten, also eine eigene Fußform, mit schmalerer Ferse und anderem Spannverlauf.
Das klingt nach einem Detail, ist aber der häufigste Grund dafür, dass Motorradschuhe an Frauenfüßen schlecht sitzen. Wenn die Ferse zu weit ist, rutscht der Fuß beim Gehen, und genau da entstehen Druckstellen.
Herrenmodelle gibt es in Größe 40 bis 48, Damenmodelle in 36 bis 41. Die Details zur Passform stehen auf den beiden Unterseiten: Herren und Damen.
Welche Größe brauche ich bei Motorradschuhen?
Nimm deine normale europäische Schuhgröße. Der Leisten fällt weder besonders klein noch besonders groß aus. Wenn du zwischen zwei Größen liegst, nimm die größere, weil du im Herbst dickere Socken trägst und Leder sich beim Einlaufen eher weitet als schrumpft.
Miss im Zweifel deinen Fuß abends im Stehen, von der Ferse bis zur längsten Zehe. Abends sind Füße einige Millimeter größer als morgens, und genau in diesem Zustand fährst du auf dem Rückweg.
Ein neuer Lederschuh sitzt in den ersten Stunden fester, als er später sitzen wird. Das ist normal. Zu groß gekauft lässt sich dagegen nicht mehr korrigieren.
Warum nachbesohlbare Schuhe am Ende günstiger sind
Die Sohle ist der Teil, der zuerst kaputtgeht. Bei einem geklebten Schuh ist das das Ende, weil sich eine geklebte Sohle nicht sauber ersetzen lässt. Der Rest des Schuhs, Leder, Membran, Verstärkungen, ist zu diesem Zeitpunkt oft noch in Ordnung.
Unsere Vibram Sohle ist genäht. Jeder Schuhmacher kann sie abnehmen und eine neue aufsetzen. Das kostet in Deutschland üblicherweise zwischen 60 und 100 Euro und gibt dem Schuh einen zweiten Lebensabschnitt.
Rechne das über zehn Jahre durch und vergleiche es mit drei Paar günstigen Schuhen, die jeweils nach zwei Saisons durch sind. Die Rechnung dreht sich schneller, als man denkt.
Wie lange halten Motorradschuhe aus Leder?
Bei normaler Nutzung, also einer Saison mit ein paar tausend Kilometern, halten sie viele Jahre. Das Vollnarbenleder ist die äußerste, dichteste Schicht der Haut und reißt nicht ein, wenn es gepflegt wird. Verschleiß zeigt sich zuerst an der Sohle, danach an der Schnürung, und beides ist ersetzbar.
Was Leder wirklich kaputtmacht, ist Trockenheit. Nasses Leder auf der Heizung trocknen zu lassen entzieht ihm das Fett, danach wird es hart und bekommt Risse. Lass die Schuhe bei Zimmertemperatur trocknen und fette sie zwei- bis dreimal pro Saison ein.
Der zweite Punkt betrifft die Lagerung im Winter. Ein Schuh, der von November bis März zusammengedrückt im Schrank steht, behält die Knickfalten. Stell ihn aufrecht hin, am besten mit Zeitungspapier ausgestopft, dann steht er im Frühjahr so da, wie du ihn weggestellt hast.
Warum Motorradschuhe bei Biker Boot kaufen?
Wir bauen einen einzigen Schuh und bauen ihn richtig, statt ein breites Sortiment anzubieten. Jedes Paar wird von Hand gefertigt, aus italienischem Vollnarbenleder, mit Sympatex Membran und genähter Vibram Sohle, und ist CE CAT2 zertifiziert.
Alle sechs Farben gibt es für Herren und für Damen zum gleichen Preis von 429,00 Euro, in den Größen 36 bis 48. Du kannst die Schnürsenkel in fünfzehn Farben tauschen und den Schuh damit auffällig oder unauffällig machen, wie du willst.
Wir versenden weltweit versandkostenfrei. Und wenn die Sohle nach Jahren durch ist, wirfst du den Schuh nicht weg, sondern lässt ihn neu besohlen.

